Alles hat Auswirkungen! Oder was haben meine Knieschmerzen mit meinem Auto und meiner besten Schulfreundin zu tun?

Ich habe Knieschmerzen. Mein rechtes Knie tut weh.

Zeigt sich so wieder ein unerlöster seelischer Konflikt (USK)? Ich teste mit dem Tensor und ja, ein USK ist aktiv. Hinter jedem Symptom steckt ein USK. Das ist der Grundsatz der Psycho-Kinesiologie (PK).

Also beginne ich mit einer PK-Sitzung.

(Was Psycho-Kinesiologie grundsätzlich ist und wie eine Sitzung funktioniert, habe ich in diesem Artikel beschrieben.)

In meiner Tabelle, in der eine Vielzahl von Gefühlen aufgeführt ist, teste ich zuerst welches Gefühl mit dem unerlösten seelischen Konflikt in Verbindung steht. Es testet – gebrochenes Vertrauen.

Doch welche aktuelle Situation hat dieses Gefühl in mir aktiviert?

Ich teste mich mit dem Tensor methodisch durch.

Hat es etwas mit meiner Familie zu tun? Nein.

Hat es etwas mit der Arbeit zu tun? Nein.

Nach längerem Testen, kommt heraus, es hat etwas mit meinem Auto zu tun. Das hatte gestern, als ich damit in die Stadt fahren wollte, Schwierigkeiten mit dem Anspringen. Ich habe den Zündschlüssel herumgedreht, aber anstatt sofort anzuspringen, hat es einige Zeit gedauert, bis der Motor angesprungen ist.

Als ich dann wieder nach ein paar Stunden nach Hause fahren wollte, ist dasselbe passiert. Es hat ein paar Sekunden gedauert, bis es angesprungen ist. Puh! Normal springt das Auto sofort an, was ist los? Sofort habe ich irgendwelche Schreckensszenarien im Kopf, was passiert, wenn das Auto jetzt nicht anspringt. Dazu ist es natürlich nicht gekommen. Es war immer noch der erste Versuch, auch wenn’s länger gedauert hat. Aber ein schönes Gefühl ist es trotzdem nicht.

Jetzt möchte ich wissen, welchen unerlösten seelischen Konflikt aus meinem Leben diese aktuelle Situation getriggert hat. Wann ist dieses Gefühl des gebrochenen Vertrauens das erste Mal in meinem Leben entstanden?

Der Tensor gibt mir die Antwort. Mit 17 Jahren.

Doch in Bezug auf welche Person ist dieses Gefühl damals entstanden?

Es testet die Schule und dort meine beste Schulfreundin.

Jetzt weiß ich um was es geht.

Es geht um unsere Trennung.

Meine beste Schulfreundin und ich saßen seit der 7. Klasse nebeneinander. Nachmittags haben wir miteinander telefoniert und am Wochenende beieinander übernachtet. Als wir aber ungefähr 17 Jahre alt waren, hat sich meine beste Freundin von mir entfernt. Es gab keinen Streit, keine Auseinandersetzung, keine besonderes Ereignis. Stück für Stück hat sie die Beziehung zu mir beendet. Sie hat nichts mehr mit mir und unseren Freundinnen gemacht, hat nicht mehr mit mir telefoniert, sich mir gegenüber nicht mehr geöffnet, war abweisend. Und schließlich hat sie sich neue Freundinnen gesucht.

Das hat mir damals furchtbar wehgetan. Auch viele Jahre danach habe ich sie immer noch vermisst. Erst in den letzten paar Jahren habe ich mich wieder mit ihr und unserer Trennung auseinandergesetzt. Ich habe eine Aufstellung zu unserer Trennung gemacht und angefangen zu heilen. Auch diese PK-Sitzung hier trägt wieder ein Stück zur Heilung bei.

Ich versetze mich nochmal zurück in die Zeit. Lasse die Gefühle von damals nochmal hochkommen.

Zum heutigen Zeitpunkt, mit so viel mehr Lebenserfahrung als damals in der Schule, habe ich verstanden, dass es normal ist, wenn Freundschaften auseinander gehen. Menschen entwickeln sich in verschiedene Richtungen. Als wir 17 Jahre alt waren, haben wir uns einfach in unterschiedliche Richtungen entwickelt. Freunde kommen und Freunde gehen. Die Lebenswege treffen sich, laufen für eine Weile nebeneinander her und trennen sich irgendwann wieder.

Aber das war meine erste beste Freundin. Meine erste Trennung. Das hat verdammt weh getan.

Ich teste ob es noch etwas zur Lösung von diesem USK braucht. Es testet die Meisteressenz Nr. 21 – Maria.

Die Knieschmerzen sind wieder verschwunden.

Dieses Beispiel zeigt wieder, wie hinter jedem Symptom eine Ursache auf der seelisch/geistig/mentalen Ebene steht.

Viele Gefühle sind uns im Alltag nicht bewusst. Mir ist in dem Moment, als das Auto schwer angesprungen ist, nicht klar gewesen, dass ich mit zu starken Gefühlen reagiere. Das Auto ist angesprungen, weiter geht’s, ich fahre nach Hause. Denke an etwas anderes. Die Situation ist vorbei. Oder doch nicht?

Dass hier gerade die Gefühle zu einer anderen Situation aktiviert wurden, die Trennung von meiner besten Freundin, ist mir nicht bewusst.

„Geh du voran“, sagte die Seele zum Körper „auf mich hört er nicht.“
„Ich werde krank werden, dann wird er Zeit für dich haben“, sagte der Körper zur Seele.

Ulrich Schaffer

Ganz nach dem Zitat von Ulrich Schaffer, habe ich meine Seele nicht gehört. Also hat mein Körper mit Knieschmerzen reagiert. Dann bin ich aufmerksam geworden und habe nachgefragt, wo habe ich meinen Seelenschmerz nicht gehört?

Dieses Gefühl, dass mein Auto gewissermaßen mein Vertrauen gebrochen hat, indem es Schwierigkeiten beim Anspringen hatte, hat direkt die Gefühle von damals aktiviert, als meine beste Schulfreundin mein Vertrauen gebrochen hat.

Eine Lappalie heute triggert Gefühle von einem schwerwiegenden Ereignis von früher, das noch nicht geheilt ist. Deswegen stresst mich diese Lappalie viel mehr, als es gerechtfertigt ist. Weil ich mit den Gefühlen von damals reagiere.

Ich reagiere auf: Mein Auto hat etwas länger mit der Zündung gebraucht.

Mit: Meine jahrelange beste Freundin hat mich verlassen.

Ich nehme das nicht wahr. Kann bewusst diese Verknüpfung nicht machen.

Aber mit Psycho-Kinesiologie ist diese Verknüpfung möglich. Somit verstehe ich, was wirklich los ist bei mir.

Dieses System ist auf beliebig viele andere Symptome anwendbar. Seelische, psychische, emotionale Symptome, Lebenskrisen, Blockaden, Wiederholungen im Leben, die leidvoll sind und vieles mehr.

Was ist bei dir das Symptom, das dir gerade am meisten Leid verursacht?

***

Mein unbedingtes Verlangen nach bestimmten materiellen Dingen war in Wirklichkeit gar nicht meins….

„Follow Your Feelings“ – danach lebe ich. Ich folge meinen Gefühlen. Immer wenn ein Gefühl von der Balance-Linie abweicht, sprich nicht in Gelassenheit ist, folge ich ihm. Nicht immer gleich, manchmal dauert es eine Weile bis ich es begreife. Aber vor ein paar Monaten ist mir ein Gefühl aufgefallen, das sehr stark ist, also sehr weit von der Gelassenheit entfernt.

Mir ist aufgefallen, dass ich ein unbedingtes Verlangen habe, Dinge zu bekommen. Materielle Dinge. Wenn ich etwas sehe, das ich will, dann ist der Drang es zu bekommen unglaublich hoch. Ich muss das unbedingt haben und dann hängt auch mein Glück davon ab.

Ich habe eine Liste von Dingen in meinem Kopf die ich gerne haben möchte, sie mir im Moment aber nicht leisten kann oder will. Und diese Liste gehe ich durch und ärgere mich, dass ich diese Dinge im Moment noch nicht habe.

Wenn ich so darüber nachdenke, hatte ich dieses Gefühl schon als Kind. Alles Geld, das in meine Spardose gewandert ist, habe ich wieder herausgeholt, weil es gerade etwas gab, das ich mir unbedingt kaufen wollte. So lange habe ich dieses Gefühl schon und jetzt erst ist es mir aufgefallen. Es ist Gewohnheit, dachte ich, so ist das bei mir.

Und dann vor einiger Zeit, als es mich mal wieder besonders geärgert hat, habe ich gedacht: Was wäre, wenn ich dieses oder jenes Ding von meiner Liste jetzt hätte? Was wäre, wenn ich mir XY jetzt gekauft hätte? Ich würde mich darüber freuen und dann? Dann würde es da liegen. Im Regal stehen. Es ist nichts, was ich jetzt unbedingt zum Leben brauche. Alles auf dieser Liste sind Dinge, die ich nicht unbedingt brauche. Es sind nur Dinge, die ich gerne hätte.

Und da habe ich begriffen, dass die Dringlichkeit, mit der ich meine diese Dinge haben zu müssen, die Intensität des Gefühls, das ich das jetzt unbedingt will, viel zu stark ist. Die Intensität, dass ich diese Dinge jetzt will und die tatsächliche Notwendigkeit, dass ich sie jetzt wirklich brauche, stehen in keinem Verhältnis zueinander.

Also bin ich dem Gefühl gefolgt.

Um das Thema zu lösen, hat eine Aufstellung als Methode am besten getestet und ich habe direkt los gelegt.

Als erstes habe ich die Bodenanker ausgewählt.

Info: Ein Bodenanker ist eine Figur, die in einer Aufstellung einen Menschen, ein Gefühl, ein Trauma etc. repräsentiert und auf dem Boden an der Stelle „verankert“.

Ich habe einen Bodenanker für mich und einen für das Gefühl des „unbedingten Verlangens“ ausgewählt und auf dem Boden so aufgestellt, wie es sich für mich richtig angefühlt hat.

Sofort konnte ich spüren, dass hier noch jemand fehlt in der Aufstellung und so habe ich in meinem Genogramm getestet, ob und wer von meiner Familie hiermit etwas zu tun hat. Es hat direkt meine Oma getestet.

Info: Ein Genogramm ist eine Art Stammbaum. Die Mitglieder der Familie werden von dem Aufsteller ausgehend bis zu den Großeltern und manchmal Ur-Großeltern bildlich mit Symbolen dargestellt.

Also habe ich noch einen Bodenanker für meine Oma dazugestellt.

Und da war sofort klar, das Gefühl des „unbedingten Verlangens“ ist nicht mein eigenes Gefühl, sondern das meiner Oma. Als ich mich als Stellvertreter in den Bodenanker meiner Oma gestellt habe, habe ich deutlich wahrgenommen, was sie fühlt.

Info: Wenn man bei einer Aufstellung wie in diesem Beispiel seine Oma aufstellen möchte, braucht man dafür einen Menschen, der als Stellvertreter für die Oma in der Aufstellung steht. Dieser Stellvertreter teilt dann mit, was er fühlt, spürt, welche Bilder und Sätze während der Aufstellung in ihm hochkommen.

Sie wollte Dinge auch unbedingt haben, aber dann kam bei ihr das Gefühl hoch, dass das eine andere Welt ist, wo Leute Dinge haben und sie in einer anderen Welt lebt, wo das nicht so ist. Das hat sie unglaublich traurig gemacht und sie hat resigniert.

Meine Oma war als Kind sehr arm und auch als erwachsene Frau und Mutter musste die Mark oft zweimal umgedreht werden. Das hat bei ihr zu diesem Gefühl geführt, dass sie bestimmte Dinge nicht haben kann, die andere Menschen in dieser anderen Welt haben.

So habe ich herausgefunden, dass das „unbedingte Verlangen“ nicht mein Gefühl ist, sondern in Wirklichkeit zu meiner Oma gehört. Ich habe es von ihr übernommen und es ist jetzt Zeit, ihr das Gefühl zurückzugeben.

Um die Rückgabe des Gefühls vorzubereiten habe ich erstmal eine Grenze zwischen mich und meine Oma gelegt. Dann habe ich noch für jeden ein Boot, d.h. einen eigenen Raum gelegt.

Info: Bei einer Aufstellung können Hilfsmittel wie Seile, Steine, Tücher etc. benutzt werden, die bestimmte Dinge symbolisieren. Mit einem Seil kann eine Grenze gelegt werden. Wird ein Kreis um eine Person gelegt, symbolisiert das ihren eigenen Raum. Dies wird auch als Boot bezeichnet. Jeder Mensch kommt mit einem eigenen Boot=eigener Raum auf die Welt, auf dem sein Name steht und auf dem er Kapitän ist.

Da ich das Gefühl von meiner Oma übernommen habe, heißt das, dass zwischen uns bestimmte Verstrickungen bzw. unbewusste Dynamiken bestehen. Diese müssen erst gelöst werden, bevor ich das Gefühl zurückgeben kann.

Eine unbewusste Dynamik ist hier die Verschmelzung oder Symbiose. Ich bin sozusagen mit meiner Oma verschmolzen oder identifiziert. Dadurch kann ich genau fühlen, wie es ihr geht und was sie braucht.

Um die Verschmelzung zu lösen habe ich mich zuerst auf ihren Platz gestellt, habe gefühlt wie es mir da geht, dass ich mich dort sehr gut auskenne und bin dann von dem Platz herunter in mein eigenes Boot gegangen.

Dann habe ich folgende heilende Sätze gesprochen:

„Ich bin ich und du bist du. Du hast dein Leben und ich habe mein Leben. Du hast dein Schicksal und ich habe mein Schicksal.“

Dann habe ich mich zu ihr auf ihr Boot gestellt und habe gefühlt wie gut ich mich dort auskenne. Aber dort ist nicht mein Platz, sondern mein Platz ist auf meinem eigenen Boot und dorthin bin ich dann auch wieder zurückgegangen.

Info: Menschen gehen auf Boote anderer Personen, weil sie unbewusst denken, dass sie dieser Person so helfen können. Aber dadurch dringen sie in den ureigenen Raum dieser Person ein. Gleichzeitig ist ihr eigenes Boot in dem Moment führerlos.

Dann habe ich einen schweren Stein genommen. Dieser Stein ist ein Symbol für das Gefühl des „unbedingten Verlangens“ und auch für das Leid, das ich für sie tragen wollte.

Diesen habe ich ihr wieder mit heilenden Sätzen zurückgegeben:

„Dieses Gefühl, das ist dein Gefühl, und das Leid, das ist dein Leid. Ich wollte es für dich tragen, als wäre es meins. Aber es ist nicht meins. Es gehört zu dir und in dein Leben. Du hast es auf deine Art getragen, das war deine Art zu überleben. Ich achte das, indem ich es ganz bei dir lasse. Du bist die Große und ich bin die Kleine.“

An diesem Punkt hat es sich sehr gut für mich angefühlt und ich habe die Aufstellung an dieser Stelle beendet.

Damit die Verschmelzung auch vollständig gelöst ist, habe ich noch eine Liste mit verschiedenen Punkten zur Symbiose-Lösung mit dem Tensor durchgetestet, ob noch irgendetwas zur Lösung der Symbiose zwischen ihr und mir notwendig war.

Und tatsächlich sollte ich mir nochmal vorstellen, wie sie auf ihrem Boot steht und ich auf meinem. Und in meiner Vorstellung war ihr Boot riesig im Vergleich zu meinem. Das hat mir klar gemacht, dass es völlig verrückt ist, dass ich als kleine Enkelin meiner Oma irgendetwas abnehmen kann und es für sie tragen kann, damit es ihr besser geht.

Jedoch war da plötzlich ein Satz in mir:

Es ist meine Aufgabe, ihr zu helfen.

Hier hat eine Frequenz getestet, die ich mir eingeschwungen habe. Danach war der Satz gelöst.

Fazit:

Mein ganzes bisheriges Leben habe ich dieses Gefühl des “unbedingten Verlangens“ mit mir getragen, als wäre es meins. Es hat mir Stress gemacht und mein gefühltes Glück beeinträchtigt und in gewissem Maße auch meine Kaufentscheidungen. Durch die Behandlung konnte ich es lösen und mich von Gefühlen befreien, die niemals meine waren.

Seit ich diese Aufstellung/Behandlung bei mir gemacht habe und ich dies hier schreibe, sind mehrere Monate vergangen. Das Gefühl des „unbedingten Verlangens“, dieses „brennende Begehren“ ist komplett verschwunden. Einige der Dinge auf meiner Liste möchte ich immer noch, aber die Intensität ist weg. Ob oder wann ich diese Dinge bekomme löst keinen Stress mehr in mir aus. Ja, irgendwann vielleicht, aber bis dahin beeinträchtigt es nicht mehr mein Glück.